Rock am Platz III

Alle Jahre wieder geben die Berliner Bands, die sich in der Evangelischen Kirchengemeinde am Zeltinger Platz in Berlin Frohnau, die "Teestube" als gemeinsamen Probenraum teilen, ein Konzert für ihre Fans und Freunde. Beim Rock am Platz 2004 waren es 350 Besucher, über 700 Zuschauer waren es im vergangenen Frühjahr und dies war Grund genug für eine dritte Auflage dieses regionalen Festivals am 04.03.2006 im Gemeindesaal der Ev. Gemeinde.
Damit, was dann aber an diesem Abend dort über die Bühne ging, hatten die Veranstalter im Traum nicht gerechnet, denn über 1200 Besucher wollten beim Rock am Platz III dabei sein. Viel zu viele für den Gemeindesaal, was zur Folge hatte, dass - nachdem die 1000 gedruckten Karten verkauft waren - noch viele Musikfans draußen bleiben mussten. Damit konnte wirklich niemand rechnen und dementsprechend groß war die Anspannung bei den beteiligten Bands.

The Dirty Strings, Clockwork Orange, Weak-End, Efeu, Olney Air und Kimono... pardon Radiopilot... haben dieses Happening in Eigenregie selbst organisiert, Plakate gedruckt, Getränke rangeschafft, Securities bestellt, Sponsoren klar gemacht und sich für die technische Durchführung erstmals das RockMobil Berlin als Unterstützung geholt. Beeindruckend war daher die Kulisse, vor der die erste Band die Bühne betrat, die lautstark von einem gut gelaunten Publikum begrüßt wurde. Rock gab es auf die Ohren - auch von der 2. und 3. Band. Immer voller wurde es und immer begeisterter das Publikum.



Passend zu der Jugendlichkeit der auftretenden Bands, war natürlich auch das Publikum im Schnitt zwischen 16 und 20 Jahren. Es wurde ausgelassen gefeiert und doch blieb alles friedlich und voller positiver Energie. Zwischen den einzelnen Bands wurden immer wieder die Fenster geöffnet und für Frischluft gesorgt. Trotzdem hatten die Securities einiges zu tun, waren aufmerksam und sorgten sich um diejenigen, die sich entweder beim tanzen oder beim Genuss von Alkoholischem überschätzt hatten.



Nachdem Efeu ihren vorläufig letzten Auftritt absolviert, aufgrund gesundheitlicher Probleme der Sängerin eine Pause angekündigt hatten und nachdem Olney Air nochmal mit rockigeren Tönen ordentlich die Gehörgänge durchgepustet hatten, betrat eine Band die Bühne, die in letzter Zeit einige Namenswechsel hinter sich gebracht hat.
Nach Greensession bis März 2005 und Kimono bis Februar 2006 spielten nun RADIOPILOT ihr erstes Konzert mit neuem Namen, neuem Outfit und neuen bzw. umkomponierten Songs. Mit eingängigem Ohrwurmpop und einer energiegeladenen Bühnenshow rundeten sie einen gelungenen Pop/Rock-Abend ab, den so bestimmt niemand erwartet hatte.

Großes Lob an die jungen engagierten Veranstalter, die sich viele Gedanken gemacht, viele Nächte nicht geschlafen und alles, zu fast jeder Zeit, super im Griff hatten.
Freuen können sich auch „Die Brummbären“ von „Der Steg e.V.“ 50 Cent pro Karte gingen als Spende an dieses Kinder-Projekt.

 

Sabine Lenz

 

                      

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